Stellungnahme des Karoshi zum “Boxhamsters”-Konzert im Schlachthof

Den „Boxhamsters“ eine Absage erteilen! In Kassel und überall!

Am 20. Januar 2012 soll die Punkrockband „Boxhamsters“ im Kulturzentrum Schlachthof in Kassel
auftreten.

Vor etwas mehr als 6 Jahren stellte eine Frau Strafanzeige gegen Martin Coburger (Sänger der
Band) wegen Vergewaltigung in ihrer Privatwohnung. Trotz der gestellten Strafanzeige kam es nie
zu einer Anklage.

Als Reaktion auf den Vorwurf der Vergewaltigung sagte die Band einige folgende Konzerte ab,
jedoch gibt es bis heute weder eine Stellungnahme des Beschuldigten noch von der Band.
Dieser Fall ist ein exemplarisches Beispiel für den Umgang mit von Vergewaltigung betroffener
Frauen und den Tätern. Die Tendenz geht eindeutig in die Richtung, dass Frauen in
Vergewaltigungsprozessen dazu genötigt werden ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen und
sie mit demütigenden Fragen über ihre sexuellen Vorlieben konfrontiert werden oder ihnen
unterstellt wird, dass es sich bei dem Vorwurf der Vergewaltigung um einen Akt der Rache aufgrund
unerwiderter Liebe handele. In den meisten Fällen kommt es trotz Strafanzeige gar nicht erst zu
einer Verhandlung oder der Täter wird aufgrund „mangelnder Beweise“ freigesprochen. Das
Resultat davon ist, dass die Täter ungeschoren davon
kommen und ohne jegliche Konsequenzen und in aller Ruhe Gras über die Sache wachsen lassen
können.

Aber wir vergessen nicht, egal wie viel Zeit vergangen ist!!!

Wir sind solidarisch mit jeder Frau und mit allen sich anders definierenden Menschen, die von
sexualisierter Gewalt betroffen sind. Uns interessiert nicht, ob ein Gericht durch ein Urteil die
Vergewaltigung anerkennt oder nicht. Jegliche Mitschuld der Betroffenen (der Rock war zu kurz, zu
viel Alkohol etc.) lehnen wir entschieden ab.
Angesichts dieser Vorfälle fordern wir den Schlachthof dazu auf das Konzert der „Boxhamsters“
abzusagen. Außerdem erwarten wir eine unverzügliche Stellungnahme der Band und insbesondere
des Sängers.
Wir werden nicht schweigend dabei zusehen, wie der Schlachthof in Kassel seine kulturellen und
pädagogischen Ansprüche durch den Auftritt dieser Band ad absurdum führt.

Erteilt den „Boxhamsters“ eine Absage! In Kassel und überall!!!

Für praktische Solidarität mit den Betroffenen sexualisierter Gewalt.

karoshi, kuk, antifa kassel, feminist-attac-kassel und ak:raccoons

 

Di.//17.01.2012//ab 19 Uhr//Warme Küche (a.k.a. VoKü)

In aller Eile und Kürze: heute abend im Karoshi die Warme Küche: ein neues Projekt mit gleichem Kooperationspartner(*innen?) wie vorher im Salon an der Fulda angesiedelt und auf VoKü hörte.
Das Karoshiplenum hat aber darum gebeten, den Volksbegriff bitte nicht zu verwenden und deshalb läuft das ganze vorerst unter dem programmatischen Titel Warme Küche…

Do.//15.03.2012//19.30 Uhr//Vortrag: Systemfehler Verfassungsschutz

Während die zweite, schwarz-gelbe Merkel-Regierung unter Federführung der derzeitigen Familienministerin Kristina Schröder einen konzentrierten rechten Rollback eingeleitet hat, schießen aus Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien Extremismus-theoretische Ansätze ins Kraut: mit der Hufeisen-Theorie der Jesse/Backes-Schule, einer höchst fragwürdigen „Extremismusklausel“ und einer massiven Offensive des Verfassungsschutzes in der Politischen Bildung werden derzeit Definitionsmacht, gesellschaftliche Deutungen und Feinderklärungen entschieden nach rechts außen verschoben. Dorthin, wo die „Mitte der Gesellschaft“ vermutet werden kann, die sich als „wehrhafte Demokratie“ gemäß in jeder Hinsicht überkommener Abgrenzungen gegen die drohenden „Extremismen von links und rechts (und von Seiten „der Ausländer“)“ zu erwehren habe. Im Fokus dieser Ausgrenzungsleistungen stehen v.a. Linke jeder Provenienz, Kritiker des Kapitalismus, des staatlichen Rassismus‘, Antifa-Aktivist_innen und unbequeme Störer_innen der monströsen bundesrepublikanischen Gartenzwerg-Idylle.
Ein zentraler Player in dieser Entwicklung ist der Verfassungsschutz, der 1950 gegründete Inlandsgeheimdienst. Während nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem „NSU“-Skandal die Systemfehler des Dienstes offenbar werden und von einer alarmierenden Verstrickung (ob über Geldzahlungen, V-Leute, logistische Unterstützung und Deckung) des Bundesamtes und der 16 Landesämter für Verfassungsschutz in die Nazi-Szene ausgegangen werden kann, drängt der selbe Dienst mit Bildungsmaterial, „Demokratielotsen“, „wissenschaftlicher“ Begleitliteratur und Präventions- sowie Informationsangeboten in die Öffentlichkeit, an die Schulen und in die Politische Bildung, die bisher eher eine Domäne freier Träger war. Auch hier geht es darum, die Deutungs- und Definitionshoheit über das gesellschaftliche Leben und zulässige Formen der Kritik an sich zu ziehen, zu sichern und mit wirksamen repressiven Methoden durchzusetzen.
Es geht kein Aufschrei der Empörung durch die „Zivilgesellschaft“, kein Protest von Seiten der Lehrer_innen und Eltern und anderer Institutionen der politischen Bildung ist zu hören und der Artikel 1 des Grundgesetzes scheint zu lauten: „Das Image des Verfassungsschutzes ist unantastbar“. Während linke Initiativen gegen Nazis, Blockierer_innen von Nazi-Aufmärschen und entsprechende staatlich geförderte Projekte mit einem dreisten Extremismusverdacht geschurigelt werden, kann der Verfassungsschutz noch aus dem Skandal mit mindestens 10 Neonazi-Mordopfern Kapital schlagen. Es wird Zeit, sich über wirksame Gegenstrategien Gedanken zu machen.

Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Als freier Journalist war er selbst als „Linksextremist“ von rechtswidriger Überwachung und Diskriminierung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz betroffen. Er ist Autor und Herausgeber des Buches „Stadt – Land – Rechts. Brauner Alltag in der deutschen Provinz“ sowie – zum Thema – des RLS-Standpunkte-Papiers „Geld gegen Gesinnung“.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsradikalen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

So.//15.01.2012// ab 11 Uhr //Kreativwerkstatt

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Hallo liebe Alle,

Im Sommer 2012 findet die documenta13 in Kassel statt. Die Stadt präsentiert sich bei diesem Anlass als weltoffene, internationale Kulturmetropole. Unter dem Motto „Zusammenbruch und Wiederaufbau“ sollen bei der documenta13 auch explizit Verknüpfungen zu Kassels Nachkriegsgeschichte und zu aktuellen Beispielen kriegerischer Zerstörung weltweit aufgezeigt werden.

In Kassel sind diese Themen auch ohne die documenta jederzeit präsent, ohne jedoch von der Öffentlichkeit wirklich wahrgenommen zu werden. Schon die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg hing eng mit den vor Ort angesiedelten Rüstungskonzernen zusammen.

Die anschließende „Erfolgsgeschichte“ des Wiederaufbaus brachte dabei nicht nur die viel diskutierte 50er-Jahre Archi- tektur in die Innenstadt, sondern auch eine schnelle Erholung der Kasseler Rüstungsindustrie mit sich. Von Deutsch- land bis Chile, vom Kosovo bis nach Afghanistan sind heute Waffen aus Kasseler Produktion im Einsatz.

Um diesen ausgeblendeten Teil der Kasseler Alltagsrealität gerade im Bezug auf die documenta13 in die Öffentlichkeit zu tragen, möchten wir euch gerne zu einer Kreativwerkstatt einladen. Wir wollen uns gemeinsam Gedanken über kreative Aktionen und vielfältige Proteste machen. Dabei sollen Ideen gesammelt und Kontakte für deren konkrete Umsetzung geknüpft werden.

Ablauf der Kreativwerkstatt:
- Frühstück mit Input über Rüstungsproduktion in Kassel und die documenta13
- Erste Ideen zu Struktur und möglichen Aktionen
- Kreativworkshops
- Abschlussplenum

Wo? Karoshi – Gießbergstraße 41-47

Wann? So, 15.01.2012, ab 11:00

Bitte bringt Frühstückssachen mit- also Brötchen, Käse, etc. Wir bemühen uns etwas vorzubereiten, da wir aber nicht einschätzen können, wie viele kommen, wäre es super, wenn ihr einen Teil zum Buffet beitragen könntet. Danke & bis Sonntag!

Flyer

Sa // 17.12. // ab 19h // Klamottentauschparty

Der Konsumkritische Stadtspaziergang hat am Samstag, den 17.12.2011 ab 19h eine Klamottentauschparty organisiert:

 

 

Wozu braucht mensch eine Klamottentauschparty?

- Für die Produktion eines T-Shirts müssen ca. 10.000 Liter Wasser aufgewendet werden. T-Shirts werden meist in Ländern hergestellt, in denen Wasser knapp ist.

- Vom Verdienst eines verkauften Paares Markenturnschuhe erhält die Näherin, die das Paar herstellt 0,4 %. Kosten die Schuhe z.B. 100€ bekommt die Näherin lediglich 40 Cent.

- Eine Jeans legt 60.000 Kilometer zurück, bevor sie in Deutschland verkauft wird. Sie umrundet damit 1,5 Mal die Erde.

Die Modeindustrie schlägt große Profite aus unserem Wunsch nach gutem Aussehen und Individualität. Die Werbung tut ihr Übriges, damit unser Verlangen danach aufrecht erhalten wird und wir immer wieder neue Wünsche entwickeln. Aus diesem Kreislauf heraus entstehen eine Reihe an ökologischen, ökonomischen und sozialen Notlagen, wie sie oben aufgeführt sind.

Eine Klamottentauschparty kann eine Alternative zu unserem üblichen Einkaufsverhalten darstellen. Anstatt ständig neue Sachen zu kaufen und die Marktmechanismen der Textilindustrie zu unterstützen, können wir stattdessen mit dem Tauschen von Kleidung versuchen dem Wunsch nach Individualität und gutem Aussehen gerecht zu werden.

Um den Bruch mit dem System „Kaufen-Tragen-Wegwerfen“ zu zelebrieren, veranstalten wir am 17.12.11 eine Klamottentauschparty, im Karoshi (Gießbergstraße 41/47, Kassel). Los geht´s ab 19:00 Uhr!  

Damit die Tauschaktion ein Erfolg wird, sollten alle >>tauschbare Kleidung<< mitbringen. Der Leitsatz ist auch hier: Klasse statt Masse!! Ihr könnt euch außerdem auf die Siebdruckwerkstatt freuen, in der ihr getauschte oder mitgebrachte Kleidung nach euren Wünschen verschönern könnt.

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Infos: www.konsumkritik-kassel.de

konsumkritik.kassel@googlemail.com

[Solidaritätsbeitrag auf Spendenbasis]

13.11. // antifa café im november + kino

End­lich ist es wie­der so­weit! Die Tage wer­den kür­zer, die Näch­te käl­ter und das nächs­te an­ti­fa café rückt näher. Im No­vem­ber fällt das café auf den 13.​11.
Wie schon letz­ten Monat, wird es zu­nächst Kaf­fee, Tee, Soft­drinks und na­tür­lich selbst­ge­ba­cke­nen (u.a. vega­nen) Ku­chen geben. Das Mit­brin­gen von Ge­bäck oder an­de­ren Le­cke­rei­en ist wie immer er­laubt, er­wünscht und gern ge­se­hen. Wir – die Vor­be­rei­tungs­grup­pe – haben uns dafür ent­schie­den, an die­sem Abend den in­halt­li­chen Schwer­punkt auf die Neo­na­zi­sze­ne in Russ­land zu legen. In die­sem Rah­men möch­ten wir mit euch zu­sam­men den Film Rus­sia 88 schau­en. An­schlie­ßend wird es die Mög­lich­keit geben, über den Film zu dis­ku­tie­ren. -ak:raccoons

 

Be­ginn (café): 16h
Be­ginn (Film): 17.​30h

Hintergrundinfos und mehr: raccoons.blogsport.de

 

Queeroshi fällt am Do 10.11. leider aus!

Leider muss Queeroshi (queer´n´radical feminist hangout für lesben-schwule-inter-bi-trans*-queers!) am morgigen Donnerstag, den 10.11. leider ausfallen! Das nächste Mal findet Queeroshi wie gewohnt am 2. Donnerstag im Monat – also dem Do, 08.12.2011 – statt. Bis dann!

Fr | 28.10. | 21h | HangOut im Rahmen des Vernetzungstreffens “Gemeinsame Ökonomie”

Im Rahmen des Vernetzungstreffens “Gemeinsame Ökonomie”, welches an diesem Wochenende (28. bis 30.10.2011) im Karoshi stattfindet, wird es am Freitag Abend für alle Interessierten – oder auch einfach nur so – Gelegenheit zum Kennenlernen und Austausch bei Musik und schmackhaften Getränken geben. Das Vernetzungstreffen wird von verschiedenen GemÖk-Gruppen organisiert und ist selbst nicht öffentlich bzw. nur nach Anmeldung. Heute abend ist aber natürlich offen für alle. Bis dann!

Beginn: 21h

Am 2. Sonntag im Monat // 16 Uhr // antifa café

Ab Oktober wird es jeden Monat ein offenes antifa café in den Räumen des Karoshi geben. Das erste findet außerplanmäßig am 23.10. um 16 Uhr statt. Ab November dann immer am zweiten Sonntag im Monat, die Uhrzeit bleibt gleich. Für Kuchen (auch vegan) und Getränke wird gesorgt. Ausgerichtet wird das Ganze vom ak:raccoons

Egal, ob du dich vernetzen, Informationen austauschen oder einfach nur Kuchen essen und rumhängen willst, hier bist du richtig. Wir freuen uns!

Kommt zur antifaschistischen Demo! // Wehret den Zuständen // 17.09. 14h HBF

Das Karoshi unterstützt die antifaschistische Demo “Wehret den Zuständen – Aktiv gegen Nazis und Rassismus – in Kassel und überall” am 17.09. um 14 Uhr. Los geht’s am Kassler Hauptbahnhof. Die Demo wird vom “Kassler Bündnis gegen Rechts” organisiert und möchte ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Faschismus, Homophobie, Sexismus, sowie Islamfeindlichkeit und Antisemitismus setzen. Insbesondere richtet sich die Demo gegen die Kassler Neonazi-Szene wie beispielsweise Sturm 18 und den Freien Widerstand Kassel.

Weitere und ausführlichere Infos zur Kassler Neonazi-Szene und den Hintergründen der Demo findet ihr auf dem Demo-Flyer.