Bildung

Do. 10.01.2013//20 Uhr// Vorbereitungstreffen Gedenkstättenfahrt

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Im Frühjahr 2012 wird es mehrere Gedenkstättenfahrten in Nordhessen und Südniedersachsen nach Breitenau, Moringen und Hirschhagen geben.

Angedacht sind aber auch weitere Fahrten, z.B. nach Buchenwald und Erfurt. Alle diese Orten haben Verbindungen zum nationalsozialistischen Massenmord und zur Zwangsarbeit für die deutsche Wirtschaft. Die erste Fahrt wird am 20.01. nach Moringen stattfinden. Dort wird es eine Führung durch die Gedenkstätte des ehemaligen Jugend-KZs Moringen geben sowie ein Theaterstück zur Aufarbeitung. Aufgrund dessen, dass es ein Limit für diese Fahrt von 25 Personen gibt, ist es wichtig, an diesem Vorbereitungstreffen teilzunehmen. Aber auch für alle anderen Fahrten ist dies das Vorbereitungstreffen.

Bitte pünktlich erscheinen.

 

Luftansicht des ehemaligen Konzentrationslagers Moringen

Luftansicht des ehemaligen Konzentrationslagers Moringen

 


Do. | 19.05. | 19 Uhr | [MobiVeranstaltung] Gegen den Burschentag in Eisenach

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Auch in diesem Jahr treffen sich, auf der deutschesten aller Burgen, die selbst ernannten „Traditionshüter der Nation“. Die Deutsche Burschenschaft (DB) gibt sich vier „bierseelige“ Tage auf der Eisenacher Wartburg um wieder einmal zu beschließen, dass die deutschen Grenzen eigentlich an anderer Stelle verlaufen, man deutsch eigentlich nur durch Abstammung ist, Männer und Frauen bestimmte Rollen haben, ein „richtiger“ Mann fechtet, niemals mit einem anderen Mann knutscht und auf Ehre und Vaterland richtig abgeht. Grund genug, den Burschen die Feier zu vermiesen. Ob und wie das gehen kann, wollen wir mit Organisator_Innen des “Bündnisses gegen den Burschentag in Eisenach“ (BgBE) am 17.05 um 19 Uhr im Karoshi Kassel [Gießbergstr. 41-47] diskutieren. So wird es auch im Jahr 2012 am 02.Juni eine antifaschistische und feministische Demonstration gegen den Burschentag in Eisenach geben.

Die nächste Runde steht an, die 2. Phase beginnt.

 

 

Ausschlussklausel (gemäß § 6 Abs. 1 VersG)

Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, sexistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden werden ihnen den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung von dieser ausschließen.

Do 10.05.2012 // 19 Uhr // Vortrag: „Kein 10. Opfer?!“

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bannerKein 10. Opfer!? – „Nationalsozialistischer Untergrund“, Rechtsterror, Rassismus und die Rolle des Staates

Jahrelang haben die staatlichen Behörden die Existenz der Neonazigruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nicht aufgedeckt, sie teilweise sogar gedeckt. Die politischen Ziele der Neonazis sind in ihrem Kern immer verbunden mit Gewalt, Terror und Vernichtung, so auch der „NSU“.

Der Rassismus der Taten und der Arbeitsweise von Behörden gerät nur mühsam in den Blick. Dabei hätten wir alle eigentlich nur aufmerksamer hinschauen müssen, um der Wahrheit näher zu kommen. Eine Gelegenheit hätte es beispielsweise im Frühjahr 2006 gegeben, vor inzwischen weit über fünf Jahren. Es war der 6. Mai als rund zweitausend Menschen, fast ausschließlich türkisch-deutsche Familien und Angehörige der Opfer, hier in Kassel auf die Straße gingen. Sie waren aufgeschreckt durch eine mysteriöse Mordserie, die von der lokalen Presse ebenso plakativ wie verachtend als „Döner-Morde“ bezeichnet wurde. Unter dem Banner „Kein 10. Opfer!“ gaben die Teilnehmenden kund, dass sie diese Serie tatsächlich als das empfanden, als was die Täter des „NSU“ sie planten: als gezielte Exekutionen von Deutschen migrantischer Herkunft.

Ein Vortrag über die vorhandenen Fakten zum Komplex „NSU“, den historischen und den aktuellen politischen Kontext des „Rechtsterrorismus“, die Rolle der Geheimdienste und der Medien mit Referent_innen vom apabiz Berlin (http://www.apabiz.de/) und anschließender Diskussion.

 

 

Hinweis:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Do//15.03.2012//15 Uhr//Archiv der Sozialen Bewegungen in Kassel

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Am 15.03. um 15 Uhr eröffnet das Archiv der Sozialen Bewegungen im Karoshi. Hier findest jede Menge Informationen, Zeitungen und Bücher zu allen möglichen Dingen der letzten Jahrzehnte, vor allem aus den Bereichen Antirassismus, Antireppressionsarbeit, autonome Umweltgruppen/Antiatomgruppen usw. Der Bestand umfasst momentan z.B. 1.600 katalogisierte Bücher, 2.000 Broschüren, 2.000 Zeitungstitel mit vielen tausend Ausgaben, Fotos, Plakate, Flugblätter…
Von 15 bis 18 Uhr gibt es einen Tag der Offenen Tür, um allen Interessierten das Archiv und seinen Bestand vorzustellen.
Feste Öffnunsgzeiten werden in Kürze folgen, es wird aber auch möglich sein, nach Absprache Termine zu machen. Wir geben Unterstützung bei Haus- und Diplomarbeiten, Referaten oder einfach nur bei der Suche nach den Dingen, die Dich gerade interessieren.
Da das Ganze ein Archiv ist, ist es nicht möglich, sich Materialien auszuleihen!
Kontakt ist unter archiv-kassel@gmx.net möglich.
Informationen zu den zukünftigen Öffnungszeiten folgen!

Do.//15.03.2012//19.30 Uhr//Vortrag: Systemfehler Verfassungsschutz

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Während die zweite, schwarz-gelbe Merkel-Regierung unter Federführung der derzeitigen Familienministerin Kristina Schröder einen konzentrierten rechten Rollback eingeleitet hat, schießen aus Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien Extremismus-theoretische Ansätze ins Kraut: mit der Hufeisen-Theorie der Jesse/Backes-Schule, einer höchst fragwürdigen „Extremismusklausel“ und einer massiven Offensive des Verfassungsschutzes in der Politischen Bildung werden derzeit Definitionsmacht, gesellschaftliche Deutungen und Feinderklärungen entschieden nach rechts außen verschoben. Dorthin, wo die „Mitte der Gesellschaft“ vermutet werden kann, die sich als „wehrhafte Demokratie“ gemäß in jeder Hinsicht überkommener Abgrenzungen gegen die drohenden „Extremismen von links und rechts (und von Seiten „der Ausländer“)“ zu erwehren habe. Im Fokus dieser Ausgrenzungsleistungen stehen v.a. Linke jeder Provenienz, Kritiker des Kapitalismus, des staatlichen Rassismus‘, Antifa-Aktivist_innen und unbequeme Störer_innen der monströsen bundesrepublikanischen Gartenzwerg-Idylle.
Ein zentraler Player in dieser Entwicklung ist der Verfassungsschutz, der 1950 gegründete Inlandsgeheimdienst. Während nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem „NSU“-Skandal die Systemfehler des Dienstes offenbar werden und von einer alarmierenden Verstrickung (ob über Geldzahlungen, V-Leute, logistische Unterstützung und Deckung) des Bundesamtes und der 16 Landesämter für Verfassungsschutz in die Nazi-Szene ausgegangen werden kann, drängt der selbe Dienst mit Bildungsmaterial, „Demokratielotsen“, „wissenschaftlicher“ Begleitliteratur und Präventions- sowie Informationsangeboten in die Öffentlichkeit, an die Schulen und in die Politische Bildung, die bisher eher eine Domäne freier Träger war. Auch hier geht es darum, die Deutungs- und Definitionshoheit über das gesellschaftliche Leben und zulässige Formen der Kritik an sich zu ziehen, zu sichern und mit wirksamen repressiven Methoden durchzusetzen.
Es geht kein Aufschrei der Empörung durch die „Zivilgesellschaft“, kein Protest von Seiten der Lehrer_innen und Eltern und anderer Institutionen der politischen Bildung ist zu hören und der Artikel 1 des Grundgesetzes scheint zu lauten: „Das Image des Verfassungsschutzes ist unantastbar“. Während linke Initiativen gegen Nazis, Blockierer_innen von Nazi-Aufmärschen und entsprechende staatlich geförderte Projekte mit einem dreisten Extremismusverdacht geschurigelt werden, kann der Verfassungsschutz noch aus dem Skandal mit mindestens 10 Neonazi-Mordopfern Kapital schlagen. Es wird Zeit, sich über wirksame Gegenstrategien Gedanken zu machen.

Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Als freier Journalist war er selbst als „Linksextremist“ von rechtswidriger Überwachung und Diskriminierung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz betroffen. Er ist Autor und Herausgeber des Buches „Stadt – Land – Rechts. Brauner Alltag in der deutschen Provinz“ sowie – zum Thema – des RLS-Standpunkte-Papiers „Geld gegen Gesinnung“.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsradikalen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vorher: Eröffnung des Archivs der Sozialen Bewegungen!

So.//15.01.2012// ab 11 Uhr //Kreativwerkstatt

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Hallo liebe Alle,

Im Sommer 2012 findet die documenta13 in Kassel statt. Die Stadt präsentiert sich bei diesem Anlass als weltoffene, internationale Kulturmetropole. Unter dem Motto „Zusammenbruch und Wiederaufbau“ sollen bei der documenta13 auch explizit Verknüpfungen zu Kassels Nachkriegsgeschichte und zu aktuellen Beispielen kriegerischer Zerstörung weltweit aufgezeigt werden.

In Kassel sind diese Themen auch ohne die documenta jederzeit präsent, ohne jedoch von der Öffentlichkeit wirklich wahrgenommen zu werden. Schon die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg hing eng mit den vor Ort angesiedelten Rüstungskonzernen zusammen.

Die anschließende „Erfolgsgeschichte“ des Wiederaufbaus brachte dabei nicht nur die viel diskutierte 50er-Jahre Archi- tektur in die Innenstadt, sondern auch eine schnelle Erholung der Kasseler Rüstungsindustrie mit sich. Von Deutsch- land bis Chile, vom Kosovo bis nach Afghanistan sind heute Waffen aus Kasseler Produktion im Einsatz.

Um diesen ausgeblendeten Teil der Kasseler Alltagsrealität gerade im Bezug auf die documenta13 in die Öffentlichkeit zu tragen, möchten wir euch gerne zu einer Kreativwerkstatt einladen. Wir wollen uns gemeinsam Gedanken über kreative Aktionen und vielfältige Proteste machen. Dabei sollen Ideen gesammelt und Kontakte für deren konkrete Umsetzung geknüpft werden.

Ablauf der Kreativwerkstatt:
– Frühstück mit Input über Rüstungsproduktion in Kassel und die documenta13
– Erste Ideen zu Struktur und möglichen Aktionen
– Kreativworkshops
– Abschlussplenum

Wo? Karoshi – Gießbergstraße 41-47

Wann? So, 15.01.2012, ab 11:00

Bitte bringt Frühstückssachen mit- also Brötchen, Käse, etc. Wir bemühen uns etwas vorzubereiten, da wir aber nicht einschätzen können, wie viele kommen, wäre es super, wenn ihr einen Teil zum Buffet beitragen könntet. Danke & bis Sonntag!

Stand beim Bildungsfestival-Straßenfest am 10.06.

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Am Donnerstag den 10.06. ab 15 Uhr findet im Rahmen des Bildungsfestivals – reclaim your education ein Straßenfest in der Nora-Platiel-Straße auf dem Campus der Uni Kassel statt. Neben diversen Ständen verschiedener Gruppen und Initiativen – u.a. dem karoshi – haben die Kritische Uni und der AStA noch ein Kulturprogramm organisiert: ab 16 Uhr beginnen die Konzerte mit KASZ, Spieltrieb, Sad Inside Cells und SKA Allüren, später am Abend folgen Vokü und DJanes/DJs. Die Woche vom 07.06. bis 11.06. ist gefüllt mit vielen weiteren interessanten Veranstaltungen – offen für alle!

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