Diskurs

Mo 22.04. | 19h | Linker und rechter Protest gegen die EZB ?! – Podiumsdiskussion zu Blockupy (01.06.) und Nazikundgebung (01.05.) in Frankfurt

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Podiumsdiskussion im Spannungsfeld der Nazikundgebung am 01.Mai und Blockupy am 01.06. jeweils in Frankfurt. Mit Vertreter*innen der Bündisse „Um‘s Ganze“ (antifa [f]), „Interventionistische Linke sowieBlockupy“.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nach der Krise ist vor der Krise – Globale Soziale Kämpfe im Kontext der Krise“ von Februar bis Juli 2013

Weitere Infos im Faltblatt (PDF)

 

Proteste gegen die EZB
Emanzipatorische Perspektiven wider das autoritäre Krisenregime vs. reaktionäre völkische Krisenlösungen

Nach intensiven Krisenprotesten 2012 mobilisiert ein Bündnis linker Gruppen zum 31. Mai 2013 erneut zum internationalen Aktionstag „Blockupy“ nach Frankfurt. Die in Frankfurt angesiedelte EZB ist der symbolische Ort, an dem sich der Widerstand gegen das von der Troika durchgesetzte europäische Austeritätsregime manifestiert und die Solidarität mit den von der Verarmungspolitik Betroffenen zum Ausdruck gebracht wird.

Dieses Jahr versucht jedoch auch die extreme Rechte mit einer Kundgebung am 1.Mai Ängste und Ressentiments im Kontext der kapitalistischen Krise für die Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologie zu nutzen. Zu beiden Daten wird die Europäische Zentralbank symbolischer Bezugspunkt für die Proteste sein. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wollen wir uns mit den Hintergründen und Gefahren völkischer „Kritik“ am Kapitalismus auseinandersetzen. Zugleich soll die Notwendigkeit der Kritik an der technokratischen europäischen Krisenpolitik sowie an der deutschen Rolle in der EU-Finanzpolitik verdeutlicht werden.

Daran anschließend folgt ein kurzer Informationsteil zum Ablauf der Gegendemonstration zur Nazikundgebung am 01.05. sowie zum internationalen Aktionstag „Blockupy“ am 31.05./01.06.2013.

 

Sprache (Language): Deutsch (German). Übersetzung möglich (Translations possible): English, Spanish

Die Veranstaltung wird organisiert von
D.O.R.N.

Kritischen Uni Kassel
ak spunk<<

 

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Reihe: (mehr Infos und alle vergangenen Veranstaltungen im Flyer)

Mo 22.04. » 19h
Proteste gegen die EZB
Emanzipatorische Perspektiven wider das autoritäre Krisenregime vs. reaktionäre völkische Krisenlösungen
In Zusammenarbeit mit dem ak spunk<<
Karoshi

Do 23.05. » 19h
Selbstverwaltete Schulen als eine Antwort auf die soziale Krise in Argentinien
Die aktuellen Erfahrungen der „Schulen von Unten“ (Bachilleratos Populares)
VHS, Raum 304, Wilhelmshöher Allee 19–21

Mi 19.06. » 20h
Über die Krise hinaus denken
Der konstituierende Prozess in Spanien
KUK-Raum, Nora-Platiel-Str. 6 (Uni-Campus Hopla), R0213

Mo 15.07. » 20h
Aufstand / Reaktion / Umbruch / Restauration
Ägypten zwischen progressiven Kräften und reaktionärem Backlash
KUK-Raum, Nora-Platiel-Str. 6 (Uni-Campus Hopla), R0213

Montag, 25.02.2013 // 19 Uhr // Vortrag: Irrationalismus

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Vortrag Irrationalität

Für alle Interessierten gibt es ein wunderschönes Esoterik-Quartett – gut für Euer Karma! 😉

Für alle Veranstaltungen im Karoshi gilt diese Ausschlussklausel:
Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstalter_Innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht gebrauch zu machen, sollte es zu Störungen der Veranstaltung kommen. Das subjektive Bedrohungsgefühl kann eventuell dieses Kriterium erfüllen.

Bitte keine Kommentare mehr einstellen, wenn Ihr Euch nur beschweren wollt, dass die Esoterik usw. … dabei schlecht wegkäme. Das ist nicht das Thema der Veranstaltung!

Do. 3.1.13 | 19 Uhr | „Oury Jalloh – Das war MORD!“

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Oury Jalloh – Das war MORD!
Infoveranstaltung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.

 

Am 7. Januar 2005 ist Oury Jalloh im Polizeirevier Dessau bei lebendigem Leib verbrannt. Bis heute ist nicht geklärt, was an diesem Tag in Zelle Nr. 5 tatsächlich geschehen ist. Während Verwandte, Freund*innen und die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh von Mord sprechen, wurde im ersten Prozess gegen zwei Polizisten lediglich Anklage wegen „fahrlässiger Tötung“ bzw. „fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge“ erhoben. Der Prozess endete mit einem Freispruch, obwohl sich Polizeizeug*innen in eklatante Widersprüche verwickelt hatten.

(mehr …)

So 09.09. 20h | Aktueller politischer Dokumentarfilm in Russland | Vortrag + Diskussion

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mit Ira Kormannshaus (Filmkuratorin, Berlin)

 

 

 

 

 

 

 

Der sowjetische Dokumentarfilm entwickelte ab Mitte der 60er mit der Leningrader Schule ein „menschliches Antlitz“. Dieses ging bei der TVisierung des russischen Dokumentarfilms Mitte der 90er vor die Hunde. Wie sieht es aktuell aus – stimmt die Behauptung von der Avantgarde-Funktion der Kreativen oder hinken diese hinterher? Gerade jetzt in Zeiten des zugleich marginalen und höchst medienwirksamen Protests in Russland (Stichwort Pussy Riot) wird diese Frage mehr als spannend.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Reihe „Plus + – Minus“ des top e.V., Berlin/Kassel in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hessen.

 

Plus + – Minus

Das ästhetische Mehr oder Weniger von Produktionsweisen in Ökonomien der Krise

Wir fragen nach den aktuellen und historischen Zusammenhängen von Erkenntnismöglichkeiten und demokratischer Debatte sozio-ästhetischer Art – mitten im „Auge des Hurrikans“ neo-imperialistischer Politik – und welche Praxen vor uns liegen.

 

Fr | 10.08. | 19h | Gemeinsam Kasse machen! – Gemeinsame Ökonomien und Finanzkooperativen

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Mit  zwei Kommunardinnen vom Lossehof (Oberkaufungen) und Gottfried Schubert (Tübingen, Anavan-Netzwerk und Vernetzungsinitiative GemÖk²)

Ich gebe was ich kann und nehme mir, was ich brauche. In Gemeinsamen Ökonomien wird diese Idee des solidarischen Finanzpools im Hier und Jetzt gelebt. Von einer gemeinsamer Kasse einer kleinen Gruppe von Freund_Innen über das Zusammenleben und -arbeiten in Kommunen bis zu überregionalen Netzwerken – es gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle.

Ein Konto für alle – wie geht das? Können gemeinsame Ökonomien ein politisches Mittel auf dem Weg zu einer nicht-hierarchischen, bedürfnissorientierten Gesellschaft sein? Im Rahmen dieser Veranstaltung möchten wir bestehende Ansätze diskutieren und neue Ideen für weiterführende Konzepte kennenlernen.

 

Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben statt. Präsentiert vom ak spunk<< mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg Stiftung Hessen und des Projektrats des AStA der Uni Kassel.

Eintritt frei!

WICHTIGER HINWEIS: Der Vortrag findet entgegen der Ankündigung im RLS-Programm „Kunst in der Krise – Krise in der Kunst“ NICHT in der Kommune Niederkaufungen statt!

 

Weiterführende Links:

www.lossehof.de

www.anavan.org

gemoekhochzwei.wordpress.com

Fr 15.06. | 19h | Solidarische Landwirtschaft – Auf dem Weg zur Schenkökonomie? | Mit Jan Hendrik Cropp

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Höfesterben. Agrarpolitische Desaster. Die Ökologische Landwirtschaft unter Anpassungsdruck. Der gesellschaftliche Wunsch nach Ernährungsautonomie. Es gibt genug Gründe eine landwirtschaftliche Produktion jenseits des Kapitalismus zu organisieren.

Die „Solidarische Landwirtschaft“ wagt diesen Versuch: Freiwilliges Beitragen und Schenken von Geld, Fähigkeiten und Ressourcen statt Tausch, Wert und Ware. Freies Tätigsein der Bäuer_Innen statt abstrakter Arbeit in Konkurrenz. Eine Produktion, die die konkreten Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Klar, ist das nicht einfach. Klar, gibt es Schwierigkeiten.

Darüber wollen wir sprechen: Das Konzept in der Praxis, sein Potential aber auch seine Grenzen. In diesem Sinne: Fragend schreiten wir voran…

 

Jan-Hendrik Cropp, ist u.a. als Gärtner und Sozialwissenschaftler tätig. Er hat mehrere Artikel veröffentlicht, in denen er theoretische Überlegungen und praktische Erfahrungen zur Solidarischen Landwirtschaft zusammenführt.

Artikel zum Nach- und Vorlesen: „Die post-revolutionäre Möhre. Hier und Jetzt.“ (Streifzüge no.53) und „Entmonetarisierte Landnutzung konkret“ (keimform.de).

 

Nach den ersten beiden Theorieveranstaltungen wenden wir uns in der Votragsreihe „Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben“ nun konkret der Praxis zu.
Infos zu weiteren Veranstaltungen demnächst unter www.spunk.tk.

 

Los geht’s ab 19Uhr c.t.
Eintritt ist selbstverständlich frei, der ak spunk
freut sich auf euer Kommen!

 

 

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung und des Projektrates des AStAs der Universität Kassel.

 

Fr 08.06. | 19h | Versandet im Getriebe? – Die Alternativbewegung von den 70ern bis Heute | Mit Arndt Neumann

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Wer in den 70er Jahren für Autonomie und Selbstentfaltung eintrat, wollte nicht länger durch Vorgesetzte bevormundet werden. Heute fordern neoliberale Manager_Innen ihrerseits Autonomie und selbstbestimmtes Arbeiten von ihren Untergebenen ein. War die Alternativbewegung ein Wegbereiter des Neoliberalismus?

 

Arndt Neumann ist Historiker und beschäftigt sich als Aktivist bei Euromayday Hamburg mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen. Er hat in seinem 2008 erschienenen Buch „Kleine geile Firmen – Alternativprojekte zwischen Revolte und Management“ (Nautilus) die Geschichte selbstverwalteter Betriebe der 70er und 80er Jahre in Deutschland untersucht. Ein kritischer und unverklärter Blick auf frühere Experimente solidarischer Ökonomie kann uns wertvolle Hinweise für unser heutiges und zukünftiges Handeln geben.

 

Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe “Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben“ des ak spunk statt.
Infos zu weiteren Veranstaltungen unter www.spunk.tk oder als PDF.

 

Los geht’s ab 19Uhr c.t.
Eintritt ist natürlich frei, der ak spunk
freut sich auf euer Kommen!

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung und des Projektrates des AStAs der Universität Kassel.

 

Fr 01.06. // 19h // Vortrag // “Kapitalismus aufheben – aber wie?” mit Stefan Meretz

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Eine Einführung in Funktionsweise und Kritik des Kapitalismus

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Der Vortrag findet als Einführungsveranstaltung zur Vortragsreihe “Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben“ des ak spunk statt.

 

 

 

 


 

Emanzipatorische Bewegungen verbindet zwei Gewissheiten: Der Kapitalismus verstößt gegen die Lebensbedürfnisse vieler Menschen und er ist endlich. Den Kapitalismus aufzuheben, ist also historisch notwendig. Ist eine Aufhebung aber auch möglich? Welche Konzeptionen der Aufhebung gab und gibt es? Warum reden wir überhaupt von „Aufhebung“ und nicht bloß von „Abschaffung“?

Um diese und andere Fragen klären zu können, benötigen wir ein begriffliches Verständnis des Kapitalismus. Begriffen ist eine Sache dann, wenn ihre „widersprüchliche Selbstbewegung“ gedanklich erfasst werden kann. Was sind die Elemente der widersprüchlichen Selbstbewegung des Kapitalismus? Welches Verhältnis besteht zwischen den Handlungen der Menschen und den strukturellen Handlungsbedingungen, die der Kapitalismus setzt? Was heißt das für eine Aufhebung des Kapitalismus? Was tritt an seine Stelle, was geschieht mit den Altlasten? Welche „Keimformen“ des Neuen im Alten gibt es bereits?

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Stefan Meretz ist Ingenieur und Informatiker und befasst sich schon seit langem mit der politischen Ökonomie Freier Software und Commons und bloggt auf keimform.de.
www.meretz.de
www.keimform.de

 

Los geht’s ab 19Uhr c.t.
Eintritt ist natürlich frei, der ak spunk
freut sich auf euer Kommen!

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung und des Projektrates des AStAs der Universität Kassel.

Fr 09.03. // 19h // Infoveranstaltung zur Kapitalismuskrise und M31-Aktionstag

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„Die Krise heißt Kapitalismus!“

Vortrag und Diskussion mit der Gurppe AZE andere Zustände ermöglichen [Berlin]
Freitag, 9. März 19:00 Uhr

Am 31. März wird der „European day of action against capitalism“ ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität gegen das Krisenregime setzen! In verschiedenen Städten Europas wird es Proteste geben. In Deutschland wird nach Frankfurt, Sitz der EZB und eines der Zentren der Krisenbearbeitung, mobilisiert.


 

Die Veranstaltung ist in drei Teile aufgeteilt:

1. Für die Analyse der Eurokrise ist es wichtig, die Gründe der Wiederkehr von Krisen im Kapitalismus zu untersuchen. Die Kapitalakkumulation stößt immer wieder an die Grenze der Verwertung. Es stehen zum einen vielfältige Interessen der Menschen der Akkumulation gegenüber, zum anderen untergräbt die kapitalistische Organisierung fortwährend ihre eigenen Existenzbedingungen. Der Staat verfolgt zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene ökonomischen Politiken, welche dieses Problem zu lösen versuchen, im aktuellen Fall mit großen Schwierigkeiten.

2. Anschließend folgt eine Darstellung der Eurokrise und die Erläuterung der wichtigsten Instrumente. Die Rolle der Europäischen Zentralbank, „Rettungsschirme“, Staatsanleihen und die spezifische Konstitution der Europäischen Währungsunion werden erläutert. Dabei liegt in der Analyse ein größerer Fokus auf Griechenland. In Griechenland hat die Krise den bisher schwersten Verlauf und ist konfrontiert mit massiven Protesten.

3. Danach folgen Informationen zum Europäischen Aktionstag am 31. März und die dann stattfindende Demonstration in Frankfurt. Der 31. März wird der Auftakt zu weiteren Protesten zur Eurokrise sein.

Weitere Infos:
march31.net
Aufruf von und zu M31
Flyer zur Kassler Infoveranstaltung

Wir laden euch alle recht herzlich dazu ein!

 

 

Veranstaltet von ak spunk
Unterstützt durch:
Arbeitsgruppe *Gegen Rassismus – für Flüchtende*
ak:raccoons
D.O.R.N.

 

 

Sa 16.07. // 18h // SALZ-Filmsoirée + Diskussion // „Dann fangen wir von vorne an“ über und mit Theodor Bergmann

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Der SALZ Bildungskreis Nordhessen lädt euch am Samstag, den 16.07.2011 ab 18 Uhr im Rahmen der SALZ Sommerwoche zum Filmsoirée im Karoshi ein.

Gezeigt wird „Dann fangen wir von vorne an“ – ein Film über Theodor Bergmann. Theodor Bergmann wird selbst anwesend sein und an der anschließenden Diskussion teilnehmen.

 

Theodor Bergmann, Sohn eines Rabbiners und atheistischer Kommunist in der Weimarer Republik. Verfolgt im Nationalsozialismus und per Haftbefehl gesucht in der sowjetischen Besatzungszone. Landarbeiter im schwedischen Exil und Professor für Agrarpolitik in Hohenheim.

Die historischen und persönlichen Erfahrungen, von denen Theodor Bergmann berichten kann, scheinen unmöglich in einer Biographie aufgehen zu können. Der charismatische 90-Jährige kann sich nicht nur erinnern: Wenn er erzählt wird das Vergangene lebendig.

Als Sohn bürgerlicher Eltern in der Weimarer Republik beschloss er schon bald, sich an die Seite der Arbeiter und Unterdrückten zu stellen. War er nun schon Abtrünniger des Bürgertums, wurde er sogleich auch Renegat der kommunistischen Partei. Denn im Gegensatz zu den Führungskadern der KPD bestand für ihn kein Zweifel daran, dass der Nationalsozialismus nur mit einem breiten Bündnis aller einer humanistischen Gesellschaft verpflichteten Menschen aufgehalten werden kann.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 verließ Theodor Bergmann Berlin und ging ins Exil nach Palästina. Nach zwei Jahren harter Aufbauarbeit in verschiedenen Kibbuzim, entschloss er sich, nach Europa zurückzukehren. Er ließ sich in der deutsch-tschechischen Grenzregion nieder, um sich von dort aus am anti-faschistischen Widerstand zu beteiligen. Beim Einmarsch der Deutschen musste er erneut fliehen, diesmal nach Schweden, wo er als Land- und Bergwerkarbeiter das Ende des Krieges erwartete.

Wieder in Deutschland, trat Theodor Bergmann nach einiger Zeit eine akademische Karriere in Stuttgart an. Er fand sich an den Lehrstühlen jener wieder, deren Fortkommen vor 1945 auch in Stuttgart maßgeblich durch das NSDAP-Parteibuch bestimmt war.

Theodor Bergmann ist sowohl Zeitzeuge dieser für die Gegenwart so prägenden historischen Phase, als auch scharfsinniger Zeitgenosse, dessen Triebfeder ein trotz aller Entbehrungen und leidvollen Erfahrungen ungebrochener Optimismus ist. Bis zum heutigen Tag setzt er sich, ob in der Gewerkschaft oder auf internationalen Konferenzen, für eine gerechtere Gesellschaft ein.

Der Film nähert sich beiden: dem Zeitzeugen mit seinen nuancenreichen Erinnerungen und dem Zeitgenossen, der noch immer zur gesellschaftlichen Diskussion beiträgt. Dadurch werden die vielfältigen Einflüsse der Vergangenheit auf  die Gegenwart kenntlich gemacht.

 

Weiter Infos zum Film und Theodor Bergmann sowie Trailer: www.dann-fangen-wir-von-vorne-an.de
Weitere Infos zur SALZ Sommerwoche: salz-nordhessen.de/sommerwo.htm

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