Vortrag

Fr 08.06. | 19h | Versandet im Getriebe? – Die Alternativbewegung von den 70ern bis Heute | Mit Arndt Neumann

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Wer in den 70er Jahren für Autonomie und Selbstentfaltung eintrat, wollte nicht länger durch Vorgesetzte bevormundet werden. Heute fordern neoliberale Manager_Innen ihrerseits Autonomie und selbstbestimmtes Arbeiten von ihren Untergebenen ein. War die Alternativbewegung ein Wegbereiter des Neoliberalismus?

 

Arndt Neumann ist Historiker und beschäftigt sich als Aktivist bei Euromayday Hamburg mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen. Er hat in seinem 2008 erschienenen Buch „Kleine geile Firmen – Alternativprojekte zwischen Revolte und Management“ (Nautilus) die Geschichte selbstverwalteter Betriebe der 70er und 80er Jahre in Deutschland untersucht. Ein kritischer und unverklärter Blick auf frühere Experimente solidarischer Ökonomie kann uns wertvolle Hinweise für unser heutiges und zukünftiges Handeln geben.

 

Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe “Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben“ des ak spunk statt.
Infos zu weiteren Veranstaltungen unter www.spunk.tk oder als PDF.

 

Los geht’s ab 19Uhr c.t.
Eintritt ist natürlich frei, der ak spunk
freut sich auf euer Kommen!

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung und des Projektrates des AStAs der Universität Kassel.

 

Fr 01.06. // 19h // Vortrag // “Kapitalismus aufheben – aber wie?” mit Stefan Meretz

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Eine Einführung in Funktionsweise und Kritik des Kapitalismus

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Der Vortrag findet als Einführungsveranstaltung zur Vortragsreihe “Querfeldein – Auf der Suche nach anderen Wegen zu einem schönen Leben“ des ak spunk statt.

 

 

 

 


 

Emanzipatorische Bewegungen verbindet zwei Gewissheiten: Der Kapitalismus verstößt gegen die Lebensbedürfnisse vieler Menschen und er ist endlich. Den Kapitalismus aufzuheben, ist also historisch notwendig. Ist eine Aufhebung aber auch möglich? Welche Konzeptionen der Aufhebung gab und gibt es? Warum reden wir überhaupt von „Aufhebung“ und nicht bloß von „Abschaffung“?

Um diese und andere Fragen klären zu können, benötigen wir ein begriffliches Verständnis des Kapitalismus. Begriffen ist eine Sache dann, wenn ihre „widersprüchliche Selbstbewegung“ gedanklich erfasst werden kann. Was sind die Elemente der widersprüchlichen Selbstbewegung des Kapitalismus? Welches Verhältnis besteht zwischen den Handlungen der Menschen und den strukturellen Handlungsbedingungen, die der Kapitalismus setzt? Was heißt das für eine Aufhebung des Kapitalismus? Was tritt an seine Stelle, was geschieht mit den Altlasten? Welche „Keimformen“ des Neuen im Alten gibt es bereits?

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Stefan Meretz ist Ingenieur und Informatiker und befasst sich schon seit langem mit der politischen Ökonomie Freier Software und Commons und bloggt auf keimform.de.
www.meretz.de
www.keimform.de

 

Los geht’s ab 19Uhr c.t.
Eintritt ist natürlich frei, der ak spunk
freut sich auf euer Kommen!

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung und des Projektrates des AStAs der Universität Kassel.

Do. | 19.05. | 19 Uhr | [MobiVeranstaltung] Gegen den Burschentag in Eisenach

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Auch in diesem Jahr treffen sich, auf der deutschesten aller Burgen, die selbst ernannten „Traditionshüter der Nation“. Die Deutsche Burschenschaft (DB) gibt sich vier „bierseelige“ Tage auf der Eisenacher Wartburg um wieder einmal zu beschließen, dass die deutschen Grenzen eigentlich an anderer Stelle verlaufen, man deutsch eigentlich nur durch Abstammung ist, Männer und Frauen bestimmte Rollen haben, ein „richtiger“ Mann fechtet, niemals mit einem anderen Mann knutscht und auf Ehre und Vaterland richtig abgeht. Grund genug, den Burschen die Feier zu vermiesen. Ob und wie das gehen kann, wollen wir mit Organisator_Innen des “Bündnisses gegen den Burschentag in Eisenach“ (BgBE) am 17.05 um 19 Uhr im Karoshi Kassel [Gießbergstr. 41-47] diskutieren. So wird es auch im Jahr 2012 am 02.Juni eine antifaschistische und feministische Demonstration gegen den Burschentag in Eisenach geben.

Die nächste Runde steht an, die 2. Phase beginnt.

 

 

Ausschlussklausel (gemäß § 6 Abs. 1 VersG)

Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, sexistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden werden ihnen den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung von dieser ausschließen.

Do 10.05.2012 // 19 Uhr // Vortrag: „Kein 10. Opfer?!“

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bannerKein 10. Opfer!? – „Nationalsozialistischer Untergrund“, Rechtsterror, Rassismus und die Rolle des Staates

Jahrelang haben die staatlichen Behörden die Existenz der Neonazigruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nicht aufgedeckt, sie teilweise sogar gedeckt. Die politischen Ziele der Neonazis sind in ihrem Kern immer verbunden mit Gewalt, Terror und Vernichtung, so auch der „NSU“.

Der Rassismus der Taten und der Arbeitsweise von Behörden gerät nur mühsam in den Blick. Dabei hätten wir alle eigentlich nur aufmerksamer hinschauen müssen, um der Wahrheit näher zu kommen. Eine Gelegenheit hätte es beispielsweise im Frühjahr 2006 gegeben, vor inzwischen weit über fünf Jahren. Es war der 6. Mai als rund zweitausend Menschen, fast ausschließlich türkisch-deutsche Familien und Angehörige der Opfer, hier in Kassel auf die Straße gingen. Sie waren aufgeschreckt durch eine mysteriöse Mordserie, die von der lokalen Presse ebenso plakativ wie verachtend als „Döner-Morde“ bezeichnet wurde. Unter dem Banner „Kein 10. Opfer!“ gaben die Teilnehmenden kund, dass sie diese Serie tatsächlich als das empfanden, als was die Täter des „NSU“ sie planten: als gezielte Exekutionen von Deutschen migrantischer Herkunft.

Ein Vortrag über die vorhandenen Fakten zum Komplex „NSU“, den historischen und den aktuellen politischen Kontext des „Rechtsterrorismus“, die Rolle der Geheimdienste und der Medien mit Referent_innen vom apabiz Berlin (http://www.apabiz.de/) und anschließender Diskussion.

 

 

Hinweis:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Do.//15.03.2012//19.30 Uhr//Vortrag: Systemfehler Verfassungsschutz

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Während die zweite, schwarz-gelbe Merkel-Regierung unter Federführung der derzeitigen Familienministerin Kristina Schröder einen konzentrierten rechten Rollback eingeleitet hat, schießen aus Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien Extremismus-theoretische Ansätze ins Kraut: mit der Hufeisen-Theorie der Jesse/Backes-Schule, einer höchst fragwürdigen „Extremismusklausel“ und einer massiven Offensive des Verfassungsschutzes in der Politischen Bildung werden derzeit Definitionsmacht, gesellschaftliche Deutungen und Feinderklärungen entschieden nach rechts außen verschoben. Dorthin, wo die „Mitte der Gesellschaft“ vermutet werden kann, die sich als „wehrhafte Demokratie“ gemäß in jeder Hinsicht überkommener Abgrenzungen gegen die drohenden „Extremismen von links und rechts (und von Seiten „der Ausländer“)“ zu erwehren habe. Im Fokus dieser Ausgrenzungsleistungen stehen v.a. Linke jeder Provenienz, Kritiker des Kapitalismus, des staatlichen Rassismus‘, Antifa-Aktivist_innen und unbequeme Störer_innen der monströsen bundesrepublikanischen Gartenzwerg-Idylle.
Ein zentraler Player in dieser Entwicklung ist der Verfassungsschutz, der 1950 gegründete Inlandsgeheimdienst. Während nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem „NSU“-Skandal die Systemfehler des Dienstes offenbar werden und von einer alarmierenden Verstrickung (ob über Geldzahlungen, V-Leute, logistische Unterstützung und Deckung) des Bundesamtes und der 16 Landesämter für Verfassungsschutz in die Nazi-Szene ausgegangen werden kann, drängt der selbe Dienst mit Bildungsmaterial, „Demokratielotsen“, „wissenschaftlicher“ Begleitliteratur und Präventions- sowie Informationsangeboten in die Öffentlichkeit, an die Schulen und in die Politische Bildung, die bisher eher eine Domäne freier Träger war. Auch hier geht es darum, die Deutungs- und Definitionshoheit über das gesellschaftliche Leben und zulässige Formen der Kritik an sich zu ziehen, zu sichern und mit wirksamen repressiven Methoden durchzusetzen.
Es geht kein Aufschrei der Empörung durch die „Zivilgesellschaft“, kein Protest von Seiten der Lehrer_innen und Eltern und anderer Institutionen der politischen Bildung ist zu hören und der Artikel 1 des Grundgesetzes scheint zu lauten: „Das Image des Verfassungsschutzes ist unantastbar“. Während linke Initiativen gegen Nazis, Blockierer_innen von Nazi-Aufmärschen und entsprechende staatlich geförderte Projekte mit einem dreisten Extremismusverdacht geschurigelt werden, kann der Verfassungsschutz noch aus dem Skandal mit mindestens 10 Neonazi-Mordopfern Kapital schlagen. Es wird Zeit, sich über wirksame Gegenstrategien Gedanken zu machen.

Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Als freier Journalist war er selbst als „Linksextremist“ von rechtswidriger Überwachung und Diskriminierung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz betroffen. Er ist Autor und Herausgeber des Buches „Stadt – Land – Rechts. Brauner Alltag in der deutschen Provinz“ sowie – zum Thema – des RLS-Standpunkte-Papiers „Geld gegen Gesinnung“.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsradikalen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vorher: Eröffnung des Archivs der Sozialen Bewegungen!

Fr 09.03. // 19h // Infoveranstaltung zur Kapitalismuskrise und M31-Aktionstag

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„Die Krise heißt Kapitalismus!“

Vortrag und Diskussion mit der Gurppe AZE andere Zustände ermöglichen [Berlin]
Freitag, 9. März 19:00 Uhr

Am 31. März wird der „European day of action against capitalism“ ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität gegen das Krisenregime setzen! In verschiedenen Städten Europas wird es Proteste geben. In Deutschland wird nach Frankfurt, Sitz der EZB und eines der Zentren der Krisenbearbeitung, mobilisiert.


 

Die Veranstaltung ist in drei Teile aufgeteilt:

1. Für die Analyse der Eurokrise ist es wichtig, die Gründe der Wiederkehr von Krisen im Kapitalismus zu untersuchen. Die Kapitalakkumulation stößt immer wieder an die Grenze der Verwertung. Es stehen zum einen vielfältige Interessen der Menschen der Akkumulation gegenüber, zum anderen untergräbt die kapitalistische Organisierung fortwährend ihre eigenen Existenzbedingungen. Der Staat verfolgt zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene ökonomischen Politiken, welche dieses Problem zu lösen versuchen, im aktuellen Fall mit großen Schwierigkeiten.

2. Anschließend folgt eine Darstellung der Eurokrise und die Erläuterung der wichtigsten Instrumente. Die Rolle der Europäischen Zentralbank, „Rettungsschirme“, Staatsanleihen und die spezifische Konstitution der Europäischen Währungsunion werden erläutert. Dabei liegt in der Analyse ein größerer Fokus auf Griechenland. In Griechenland hat die Krise den bisher schwersten Verlauf und ist konfrontiert mit massiven Protesten.

3. Danach folgen Informationen zum Europäischen Aktionstag am 31. März und die dann stattfindende Demonstration in Frankfurt. Der 31. März wird der Auftakt zu weiteren Protesten zur Eurokrise sein.

Weitere Infos:
march31.net
Aufruf von und zu M31
Flyer zur Kassler Infoveranstaltung

Wir laden euch alle recht herzlich dazu ein!

 

 

Veranstaltet von ak spunk
Unterstützt durch:
Arbeitsgruppe *Gegen Rassismus – für Flüchtende*
ak:raccoons
D.O.R.N.

 

 

Mo // 12.09. 19h // Vortrag: Punk, Autonomie und freie Kultur in Mexiko

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Momentan ist Mexiko vor allem wegen des eskalierenden Drogenkrieges in den Schlagzeilen. Leicht wird dabei übersehen, dass es in Mexiko auch eine lebendige alternative politische und kulturelle Szene gibt. Der Punk-Aktivist Pirra Mofeta aus Mexiko-Stadt berichtet von den spannenden Erfahrungen und Erlebnissen, die die Kollektive, in denen er mitarbeitet, in den letzten Jahren gemacht haben:

Das Fanzine „Comunidad Punk,
die alternative Internetplattform „Espora.org,
das politische Info- und Kultur-Kollektiv „La Furia de las Calles,
das Wohn- und Freiraumprojekt „Z.A.M., (Weitere Infos auf deutsch …)
das Freie-Software-Projekt „Hacklab Autónomo sowie
das Öko-Projekt „Comunidad EcoPunk.

Diese Projekte fördern eine freiheitliche, unabhängige Kultur, den Umweltschutz und die solidarische Weitergabe von Wissen und Know-How. Sie unterstützen soziale Bewegungen wie die Zapatistas und machen im Großstadtdschungel von Mexiko-Stadt Informationsarbeit zu deren Kämpfen. Darüber hinaus wird im Rahmen der Veranstaltung auch über die Situation der antipatriarchalen und queer-Kämpfe in diesen Kontexten informiert.

Der Vortrag findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Gruppe B.A.S.T.A. aus Münster statt. Lost geht’s im Karoshi am Montag, den 12.09.2011 ab 19 Uhr.

Hinweis: Die Veranstaltung findet auf Spanisch statt und wird paralell zu dem Vortrag deutschsprachig übersetzt.

Vortrag & Bar | Mo 06.06. | 20h | Sebastian Voigt zu „Antisemitismus in der Linken“

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Die neu-gegründete „Veranstaltungs-Ag im Karoshi“ lädt zum ersten
Vortrag im Rahmen, einer in Zukunft monatlich stattfindenden
Veranstaltungskneipe. Erklärtes Ziel ist es, weniger eigene Standpunkte
zu spiegeln und zu bekräftigen, denn aktuelle linke und/oder
gesellschaftliche Diskussionen nach Kassel zu holen und diese hier zu
führen. Wenn du Interesse daran hast Referent*innen nach Kassel
einzuladen, eine Mobi-Veranstaltung oder deinen eigenen Vortrag im
Karoshi zu platzieren, dann melde dich doch bei der AG
[spektakel@karoshi-kassel.de]

Da sich die AG noch im Aufbau befindet und Fördermittelanträge noch
nicht geschrieben bzw. positiv beantwortet wurden, sind wir momentan noch
auf Spenden angewiesen. Wir hoffen diesen Umstand in naher Zukunft
beheben zu können.

Es ist natürlich weiterhin möglich & gewünscht, auch außerhalb der
Veranstaltungskneipe Vorträge im Karoshi zu veranstalten.

-Vortrag und Diskussion mit Sebastian Voigt-

Das Verhältnis der Linken zu Israel ist seit jeher äußerst ambivalent. Bis zum Sechstagekrieg 1967 hatte die Mehrheit der Linken ein positives Verhältnis zu Israel, dessen Gründung als Konsequenz aus dem Holocaust gesehen wurde. Danach kam es zu einer völligen Änderung: Israel galt nun als imperialistischer Vorposten Amerikas im Nahen Osten und als Unterdrückerstaat. In den späten 60er Jahren wurde die Solidarität mit ‚unterdrückten Völkern’ zu einem wichtigen Bestandteil eines linken Internationalismus, wobei die Solidarität mit den Palästinensern eine besondere Wichtigkeit besaß. In fast allen Städten gründeten sich Nahost-Gruppen und einige deutsche Linke erhielten in palästinensischen Lagern in arabischen Staaten eine paramilitärische Ausbildung.
Das Selbstverständnis der Linken war antizionistisch und internationalistisch, aber die Grenze zum Antisemitismus wurde oft übertreten. Im Vortrag soll ein kurzer historischer Überblick über das Verhältnis der Linken zu Israel gegeben werden, bevor der Zusammenhang von Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik diskutiert wird.
Aufgrund der aktuellen Diskussion in der Linkspartei ist das Thema von großer Brisanz. Auch diese wird Gegenstand des Vortrags sein.

Aufgrund des jahrelangen Raketenbeschusses durch die militant-islamische Organisation Hamas kam es zum Jahreswechsel 2008/09 zu einem israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Dies führte in vielen deutschen und europäischen Großstädten zu antiisraelischen Massendemonstrationen. Als „Friedensdemonstrationen“ getarnt, ging es dabei aber zumeist darum, den Hass gegen Israel auf die Straße zu tragen – das Leid im Gazastreifen war dazu nur ein Mittel zum Zweck. Holocaustvergleiche, Plakate, auf denen Hakenkreuz und Davidstern gleichgesetzt wurden und „Juden ins Gas“-Rufe ließen erahnen, wessen Geistes Kind die Mehrheit der Demonstrant_innen waren. Es ging ihnen nicht darum, einzelne, konkrete Maßnahmen der israelischen Politik zu kritisieren, sondern um ein antijüdisches Ressentiment. Es waren die größten antisemitischen Aufmärsche in Europa seit der Zerschlagung des Nationalsozialismus. Dabei demonstrierten Nazis, Islamist_innen und Linke gemeinsam. Fahnen der Hamas und der Hizbollah wehten neben denen der Linkspartei und immer wieder wurde offen zur Zerstörung Israels aufgerufen.

Bei dem Vortrag soll versucht werden, die grundlegenden Elemente des Antisemitismus darzulegen. Der Referent wird zudem das Verhältnis zwischen Antisemitismus und Antizionismus diskutieren sowie die Frage beantworten, warum die Solidarität mit dem jüdischen Staat gerade für eine emanzipatorische Staats- und  Gesellschaftskritik unumgänglich ist.

Sebastian Voigt ist Mitglied des Leipziger „Bündnis gegen Antisemitismus“ und Gründungsmitglied des BAK Shalom (Bundesarbeitskreis Shalom in der Linksjugend Solid).

 

Mi 01.06. // 20h // Film + Diskussion // Bamako-Dakar-Karawane, Migration und Entwicklung in Afrika

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Am Mittwoch, den 1. Juni berichten um 20h die NoLager-Aktivist_innen Riadh Ben Ammar und Dorette Führer anhand des Dokumentarfilms „…denn wir leben von der gleichen Luft“ (45 min) und anschließender Diskussion über die Bamako-Dakar-Karavane 2011. Unter dem Motto „Für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung“ sind zwischen dem 25. Januar und dem 11. Februar bis zu 500 BasisaktivistInnen aus Afrika und Europa von der malischen Hauptstadt Bamako zum Weltsozialforum in Dakar gezogen.

 

Neben einem Bericht von der Reise, bei der die ReferentInnen teilgenommen haben, wird es unter Anderem darum gehen, wie in Afrika das Spannungsverhältnis zwischen Migration und Entwicklung diskutiert wird und wie globalisierte Widerstandperspektiven aussehen können.

Information in Deutsch/English/Français: Karawane_Info
An English translation of the movie / discussion is possible.
Une traduction en français du film / débat est possible.

Herzlich eingeladen seid ihr von den Gruppen D.O.R.N. und der Kritischen Uni Kassel, die das Ganze auf die Beine gestellt haben.

Mo | 16.05. | Vortrag mit Jörg Kronauer & Mobiveranstaltung gegen die Burschentage in Eisenach

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Am Montag den 16.05. um 19h ist Jörg Kronauer mit einem *Vortrag* zu „Burschenschaften, Corps & Verbindungen!“ im Karoshi. Jörg Kronauer ist Sozialwissenschaftler, freier Journalist (u.a. Der Rechte Rand, jungle world) und Mitautor von „Studentenverbindungen in Deutschland – Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer Sicht“ (erschienen im Unrast-Verlag).

Außerdem findet noch eine  *Mobiveranstaltung* des Bündnisses gegen den Burschentag in Eisenach statt! check: gegenburschentage.blogsport.de
…im Anschluss wird es natürlich noch Raum für Diskussionen geben!

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