Termine

Termine im Karoshi

Do//15.03.2012//15 Uhr//Archiv der Sozialen Bewegungen in Kassel

Am 15.03. um 15 Uhr eröffnet das Archiv der Sozialen Bewegungen im Karoshi. Hier findest jede Menge Informationen, Zeitungen und Bücher zu allen möglichen Dingen der letzten Jahrzehnte, vor allem aus den Bereichen Antirassismus, Antireppressionsarbeit, autonome Umweltgruppen/Antiatomgruppen usw. Der Bestand umfasst momentan z.B. 1.600 katalogisierte Bücher, 2.000 Broschüren, 2.000 Zeitungstitel mit vielen tausend Ausgaben, Fotos, Plakate, Flugblätter…
Von 15 bis 18 Uhr gibt es einen Tag der Offenen Tür, um allen Interessierten das Archiv und seinen Bestand vorzustellen.
Feste Öffnunsgzeiten werden in Kürze folgen, es wird aber auch möglich sein, nach Absprache Termine zu machen. Wir geben Unterstützung bei Haus- und Diplomarbeiten, Referaten oder einfach nur bei der Suche nach den Dingen, die Dich gerade interessieren.
Da das Ganze ein Archiv ist, ist es nicht möglich, sich Materialien auszuleihen!
Kontakt ist unter archiv-kassel@gmx.net möglich.
Informationen zu den zukünftigen Öffnungszeiten folgen!

Do.//15.03.2012//19.30 Uhr//Vortrag: Systemfehler Verfassungsschutz

Während die zweite, schwarz-gelbe Merkel-Regierung unter Federführung der derzeitigen Familienministerin Kristina Schröder einen konzentrierten rechten Rollback eingeleitet hat, schießen aus Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien Extremismus-theoretische Ansätze ins Kraut: mit der Hufeisen-Theorie der Jesse/Backes-Schule, einer höchst fragwürdigen „Extremismusklausel“ und einer massiven Offensive des Verfassungsschutzes in der Politischen Bildung werden derzeit Definitionsmacht, gesellschaftliche Deutungen und Feinderklärungen entschieden nach rechts außen verschoben. Dorthin, wo die „Mitte der Gesellschaft“ vermutet werden kann, die sich als „wehrhafte Demokratie“ gemäß in jeder Hinsicht überkommener Abgrenzungen gegen die drohenden „Extremismen von links und rechts (und von Seiten „der Ausländer“)“ zu erwehren habe. Im Fokus dieser Ausgrenzungsleistungen stehen v.a. Linke jeder Provenienz, Kritiker des Kapitalismus, des staatlichen Rassismus‘, Antifa-Aktivist_innen und unbequeme Störer_innen der monströsen bundesrepublikanischen Gartenzwerg-Idylle.
Ein zentraler Player in dieser Entwicklung ist der Verfassungsschutz, der 1950 gegründete Inlandsgeheimdienst. Während nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem „NSU“-Skandal die Systemfehler des Dienstes offenbar werden und von einer alarmierenden Verstrickung (ob über Geldzahlungen, V-Leute, logistische Unterstützung und Deckung) des Bundesamtes und der 16 Landesämter für Verfassungsschutz in die Nazi-Szene ausgegangen werden kann, drängt der selbe Dienst mit Bildungsmaterial, „Demokratielotsen“, „wissenschaftlicher“ Begleitliteratur und Präventions- sowie Informationsangeboten in die Öffentlichkeit, an die Schulen und in die Politische Bildung, die bisher eher eine Domäne freier Träger war. Auch hier geht es darum, die Deutungs- und Definitionshoheit über das gesellschaftliche Leben und zulässige Formen der Kritik an sich zu ziehen, zu sichern und mit wirksamen repressiven Methoden durchzusetzen.
Es geht kein Aufschrei der Empörung durch die „Zivilgesellschaft“, kein Protest von Seiten der Lehrer_innen und Eltern und anderer Institutionen der politischen Bildung ist zu hören und der Artikel 1 des Grundgesetzes scheint zu lauten: „Das Image des Verfassungsschutzes ist unantastbar“. Während linke Initiativen gegen Nazis, Blockierer_innen von Nazi-Aufmärschen und entsprechende staatlich geförderte Projekte mit einem dreisten Extremismusverdacht geschurigelt werden, kann der Verfassungsschutz noch aus dem Skandal mit mindestens 10 Neonazi-Mordopfern Kapital schlagen. Es wird Zeit, sich über wirksame Gegenstrategien Gedanken zu machen.

Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Als freier Journalist war er selbst als „Linksextremist“ von rechtswidriger Überwachung und Diskriminierung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz betroffen. Er ist Autor und Herausgeber des Buches „Stadt – Land – Rechts. Brauner Alltag in der deutschen Provinz“ sowie – zum Thema – des RLS-Standpunkte-Papiers „Geld gegen Gesinnung“.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsradikalen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vorher: Eröffnung des Archivs der Sozialen Bewegungen!

Fr 09.03. // 19h // Infoveranstaltung zur Kapitalismuskrise und M31-Aktionstag

 

“Die Krise heißt Kapitalismus!”

Vortrag und Diskussion mit der Gurppe AZE - andere Zustände ermöglichen [Berlin]
Freitag, 9. März 19:00 Uhr

Am 31. März wird der „European day of action against capitalism“ ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität gegen das Krisenregime setzen! In verschiedenen Städten Europas wird es Proteste geben. In Deutschland wird nach Frankfurt, Sitz der EZB und eines der Zentren der Krisenbearbeitung, mobilisiert.


 

Die Veranstaltung ist in drei Teile aufgeteilt:

1. Für die Analyse der Eurokrise ist es wichtig, die Gründe der Wiederkehr von Krisen im Kapitalismus zu untersuchen. Die Kapitalakkumulation stößt immer wieder an die Grenze der Verwertung. Es stehen zum einen vielfältige Interessen der Menschen der Akkumulation gegenüber, zum anderen untergräbt die kapitalistische Organisierung fortwährend ihre eigenen Existenzbedingungen. Der Staat verfolgt zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene ökonomischen Politiken, welche dieses Problem zu lösen versuchen, im aktuellen Fall mit großen Schwierigkeiten.

2. Anschließend folgt eine Darstellung der Eurokrise und die Erläuterung der wichtigsten Instrumente. Die Rolle der Europäischen Zentralbank, „Rettungsschirme“, Staatsanleihen und die spezifische Konstitution der Europäischen Währungsunion werden erläutert. Dabei liegt in der Analyse ein größerer Fokus auf Griechenland. In Griechenland hat die Krise den bisher schwersten Verlauf und ist konfrontiert mit massiven Protesten.

3. Danach folgen Informationen zum Europäischen Aktionstag am 31. März und die dann stattfindende Demonstration in Frankfurt. Der 31. März wird der Auftakt zu weiteren Protesten zur Eurokrise sein.

Weitere Infos:
- march31.net
- Aufruf von und zu M31
- Flyer zur Kassler Infoveranstaltung

Wir laden euch alle recht herzlich dazu ein!

 

 

Veranstaltet von ak spunk
Unterstützt durch:
Arbeitsgruppe *Gegen Rassismus – für Flüchtende*
ak:raccoons
D.O.R.N.

 

 

jeden Dienstag ab 19 Uhr//Warme Küche (a.k.a. VoKü)

In aller Eile und Kürze: heute abend im Karoshi die Warme Küche: ein neues Projekt mit gleichem Kooperationspartner(*innen?) wie vorher im Salon an der Fulda angesiedelt und auf VoKü hörte.
Das Karoshiplenum hat aber darum gebeten, den Volksbegriff bitte nicht zu verwenden und deshalb läuft das ganze vorerst unter dem programmatischen Titel Warme Küche…

Am 2. Sonntag im Monat // 16 Uhr // antifa café

Ab Oktober wird es jeden Monat ein offenes antifa café in den Räumen des Karoshi geben. Das erste findet außerplanmäßig am 23.10. um 16 Uhr statt. Ab November dann immer am zweiten Sonntag im Monat, die Uhrzeit bleibt gleich. Für Kuchen (auch vegan) und Getränke wird gesorgt. Ausgerichtet wird das Ganze vom ak:raccoons

Egal, ob du dich vernetzen, Informationen austauschen oder einfach nur Kuchen essen und rumhängen willst, hier bist du richtig. Wir freuen uns!

Queeroshi: queer´n´radical feminist hangout für lesben-schwule-inter-bi-trans*-queers!

Wir sind eine kleine Gruppe Leute, die Lust haben in Kassel einen linken, unkommerziellen, sozialen Ort für Queers zu etablieren! Für nette Abende z.B. mit Filmen oder Musik im Karoshi – immer am zweiten Donnerstag des Monats – für Genderbender, Homos und feministische Freaks, zum Vorbereiten von Aktionen oder auch einfach als freundlicher Rückzugsort vom heteronormativen Alltag. Es gibt bereits viele Ideen in der Gruppe und große Lust auf all jene Queers da draussen, denen der CSD zu unpolitisch, die Kasseler Kultur/Politszene zu männerdominiert und denen Zweigeschlechtlichkeit an sich auf die Nerven geht. Komm vorbei!

Immer am zweiten Donnerstag jeden Monat: Queeroshi: queer´n´radical feminist hangout !!! Für lesben-schwule-inter-bi-trans*-queers!