bannerKein 10. Opfer!? – „Nationalsozialistischer Untergrund“, Rechtsterror, Rassismus und die Rolle des Staates

Jahrelang haben die staatlichen Behörden die Existenz der Neonazigruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nicht aufgedeckt, sie teilweise sogar gedeckt. Die politischen Ziele der Neonazis sind in ihrem Kern immer verbunden mit Gewalt, Terror und Vernichtung, so auch der „NSU“.

Der Rassismus der Taten und der Arbeitsweise von Behörden gerät nur mühsam in den Blick. Dabei hätten wir alle eigentlich nur aufmerksamer hinschauen müssen, um der Wahrheit näher zu kommen. Eine Gelegenheit hätte es beispielsweise im Frühjahr 2006 gegeben, vor inzwischen weit über fünf Jahren. Es war der 6. Mai als rund zweitausend Menschen, fast ausschließlich türkisch-deutsche Familien und Angehörige der Opfer, hier in Kassel auf die Straße gingen. Sie waren aufgeschreckt durch eine mysteriöse Mordserie, die von der lokalen Presse ebenso plakativ wie verachtend als „Döner-Morde“ bezeichnet wurde. Unter dem Banner „Kein 10. Opfer!“ gaben die Teilnehmenden kund, dass sie diese Serie tatsächlich als das empfanden, als was die Täter des „NSU“ sie planten: als gezielte Exekutionen von Deutschen migrantischer Herkunft.

Ein Vortrag über die vorhandenen Fakten zum Komplex „NSU“, den historischen und den aktuellen politischen Kontext des „Rechtsterrorismus“, die Rolle der Geheimdienste und der Medien mit Referent_innen vom apabiz Berlin (http://www.apabiz.de/) und anschließender Diskussion.

 

 

Hinweis:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.