Wozu braucht mensch eine Klamottentauschparty?

Für die Produktion eines T-Shirts müssen ca. 10.000 Liter Wasser aufgewendet werden. T-Shirts werden meist in Ländern hergestellt, in denen Wasser knapp ist.

Eine Jeans legt 60.000 Kilometer zurück, bevor sie in Deutschland verkauft wird. Sie umrundet damit 1,5 Mal die Erde.

In Deutschland werden jährlich 700.000t Textilien weggeworfen. Diese Menge entspricht einer vollbepackten LKW-Schlange von Hamburg bis nach München. 

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Die Modeindustrie schlägt große Profite aus unserem Wunsch nach gutem Aussehen und Individualität. Die Werbung tut ihr Übriges, damit unser Verlangen danach aufrecht erhalten wird und wir immer wieder neue Wünsche entwickeln. Aus diesem Kreislauf heraus entstehen eine Reihe an ökologischen, ökonomischen und sozialen Notlagen, wie sie oben aufgeführt sind.

Eine Klamottentauschparty kann eine Alternative zu unserem üblichen Einkaufsverhalten darstellen. Anstatt ständig neue Sachen zu kaufen und die Marktmechanismen der Textilindustrie zu unterstützen, können wir stattdessen mit dem Tauschen von Kleidung versuchen dem Wunsch nach Individualität und gutem Aussehen gerecht zu werden.

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Um den Bruch mit dem System Kaufen-Tragen-Wegwerfen zu zelebrieren, veranstaltet die Initiative Konsumkritischer Stadtrundgang Kassel am 09.02.2013 eine Klamottentauschparty, im Karoshi (Gießbergstraße 41/47, Kassel).

Los geht´s ab 17:00 Uhr! Auf zwei Ebenen soll getauscht, gefeiert und getrunken werden.

Damit die Tauschaktion ein Erfolg wird, sollten alle Teilnehmenden tauschbare Kleidung mitbringen. Der Leitsatz ist auch hier: Klasse statt Masse!! Jede/r bringt einfach so viel Kleidung mit, wie es ihm oder ihr möglich ist und darf so viel tauschen, wie er oder sie möchte!

Künstlerische Unterstützung gibt’s von der Siebdruckwerkstatt „Color Labor“, in der ihr eure getauschte oder mitgebrachte Kleidung nach Belieben verschönern könnt.

Infos: www.konsumkritik-kassel.de

Verein: www.diekopiloten.de

Kontakt: konsumkritik.kassel@gmail.com

Wir freuen uns auf euch!!!

Für alle Veranstaltungen im Karoshi gilt diese Ausschlussklausel:
Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstalter_Innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht gebrauch zu machen, sollte es zu Störungen der Veranstaltung kommen. Das subjektive Bedrohungsgefühl kann eventuell dieses Kriterium erfüllen.