Mittwoch // 24.04.2013 // 20 Uhr // Vortrag: Die Kritik am Zins – Eine Sackgasse der Kapitalismuskritik (Nadja Rakowitz, Frankfurt)

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Die Kritik kapitalistischer Verhältnisse gehört nach wie vor zu den basics linker Gesellschaftstheorie, selbst in bürgerlichen Kreisen ist Kapitalismus wieder negativ konnotiert. Eine solche Kritik am Kapitalismus reduziert ihn allerdings oftmals auf bestimmte ökonomische Phänomene und verklärt andere als „natürliche“ Wirtschaftsordnung. Dem guten und gerechten Warenaustausch stehen in solchen zinskritischen Vorstellungen stets die „Allmacht des Geldes“ und die „bodenlose Schacherei“ und „Raffgier“ heuschreckenartiger Schwärme des Zins- und Finanzkapitals entgegen. So ist es auch kaum verwunderlich, dass diese Verurteilung des „raffenden“ Kapitals dem Antisemitismus Vorschub leistet.

Nadja Rakowitz wird ausgehend von der marxschen Kritik der politischen Ökonomie und seiner Kritik am Frühsozialismus die Irrtümer historischer und aktueller Formen der Kapitalismuskritik, die lediglich als Zinskritik auftreten, aufklären. Es wird gezeigt, wie diese verkürzten, fetischisierten Formen der Kapitalismuskritik selbst noch auf kapitalistischen Denkformen basieren. Solche Denkformen betrachten die „einfache Zirkulation“ – die „Oberfläche der kapitalistischen Gesellschaft“ (Marx) – als gerechte Organisation des harmonischen Austausches von scheinbar Freien und Gleichen, ohne einen systematischen Zusammenhang zum Zinskapital herzustellen. Gerade die vermeintlich „natürlichen“ und gerechten Formen des Wirtschaftens – Äquivalententausch, Geld, Produktion usw. – sind jedoch Voraussetzung und Resultat des Finanzkapitals zugleich. Die kritische Erkenntnis ist, dass all diese ökonomischen Phänomene nur als notwendige Momente des kapitalistischen Ganzen verstehbar sind. Entsprechend wird Nadja Rakowitz anhand klassischer und aktueller Zinskritik darstellen, dass die vermeintlich friedliche Welt der einfachen Zirkulation also das bleibt, was sie ist – die Welt des Kapitals.

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Nadja Rakowitz (Frankfurt) ist Soziologin, Mitglied der Marx-Gesellschaft und u.a. Autorin des Buches „Einfache Warenproduktion. Ideal und Ideologie“, 2000 erschienen im ca ira Verlag.

Die Veranstaltung wird organisiert von der Sozialistischen Jugend – Die Falken im Rahmen der Mobilisierung zum 1. Mai in Frankfurt.
www.falken-kassel.de // nordhessen[at]falken-hessen.de

Mittwoch // 17.04.2013 // 20 Uhr // Vortrag: Fast alle haben was gegen den Kapitalismus – Warum nicht auch die Nazis? (Lothar Galow-Bergemann, Stuttgart)

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„Die Krise ist die direkte Folge der Gier und der Skrupellosigkeit der Banker und Fondsmanager … Mit einer internationalen Finanzordnung, die es den Zockern an den Finanzmärkten erlaubt, den Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften zu riskieren, muss Schluss sein!“ Wer war’s? Der SPD-Vorsitzende? Der Finanzminister? Der DGB-Chef? Der Spiegel? Dass es diesmal die NPD war, ist reiner Zufall.

Die gute Nachricht: Gewöhnliche AntikapitalistInnen sind keine Nazis. Die schlechte Nachricht: Nazis sind nicht vom fremden Stern, sondern von dieser Welt. Ihr Antikapitalismus ist kein demagogischer Trick, sondern genauso ernst gemeint wie derjenige der andern auch. Die NSDAP hatte das Kampfprogramm der guten Arbeit gegen die böse Raffgier schon einmal recht weitgehend verwirklicht: „Arbeit macht frei“ stand nicht zufällig über dem Tor von Auschwitz.

# Warum Nazis den falschen Antikapitalismus nicht erfunden haben …

# Warum ihnen eine vermeintliche „Linke“ letztendlich genauso wenig entgegensetzen kann wie eine eingebildete „Mitte“ …

# Warum man Nazis umso besser bekämpfen kann, je weniger Gemeinsamkeiten man mit ihnen hat …

# Und wie die Grundzüge eines richtige(re)n Antikapitalismus aussehen …

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Lothar Galow-Bergemann, Stuttgart ist Publizist und langjähriger freigestellter Personalrat. Veröffentlichungen u.a. in konkret, jungle world, phase2, iz3w, www.krisis.org und www.emanzipationundfrieden.de

Die Veranstaltung wird organisiert von der Sozialistischen Jugend – Die Falken im Rahmen der Mobilisierung zum 1. Mai in Frankfurt.
www.falken-kassel.de // nordhessen[at]falken-hessen.de

Montag // 15.04.2013 // 20 Uhr // Mobilisierungstreffen 1. Mai Frankfurt

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Mobilisierungstreffen 1. Mai
15. April, 20 Uhr

Unter dem Motto „Raus aus dem Euro – Gegen Euro und Großkapital“ hat die NPD am 1. Mai zu einer Demonstration vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt Aufgerufen. Aus ganz Deutschland haben sich bürgerliche und autonome Rechte angekündigt, den NPD-Aufruf zu unterstützen.

Wir müssen uns entschieden gegen die Nazis wehren und ihrer verkürzten Kapitalismuskritik eine tiefergehende herrschaftskritische Kapitalismuskritik entgegenstellen. Am 1. Mai fahren wir nach Frankfurt, um die antifaschistischen Widerstände vor Ort zu unterstützen.

In diesem Mobilisierungstreffen werden wir genauer über die Situation vor Ort, über Anreise und Rückfahrt und Formen des Widerstands sprechen. Auch Aktivist*innen aus Frankfurt werden dabei sein.

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Die Fahrt nach Frankfurt wird organisiert von der Sozialistischen Jugend – Die Falken.
www.falken-kassel.de // nordhessen[at]falken-hessen.de

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Vortrag
21.03.13 20.00 Uhr

Beleuchtet werden Anhand von lokalen Beispielen Grundzüge aktueller Organisationsformen von Neonazis und deren Strukturen.
Es werden Symbole und Codes von Neonazis und deren Gruppen erläutert, sowie Beispiele für neonazistische Kleider und Musik gegeben.

Neonazis bedienen sich häufig populistischer und erst mal auf den ersten Blick nicht als neonazistisch erkennender Themen, auch darauf wird anhand von Beispielen eingegangen.

Im Anschluss gibt es noch Kneipe und Zeit für Diskussionen.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der Neonaziszene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

So. 10.3. | 16 Uhr | Antifa Café + Vortrag von Rassismus tötet

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Wir freuen uns auf einen Vortrag, der für das letzte Antifa Café angedacht war, jedoch im Endeffekt nicht stattfinden konnte. Dieser Vortrag mit der Thematik „20 Jahre fakti­sche Abschaffung des Rechts auf Asyl – 20 Jahre Morde von Solingen – Rassismus tötet“ wird im März nachgeholt!
Der Vortrag wird von der Ortsgruppe der Rassismus tötet! Kampagne aus Göttingen gehalten und findet wie gewohnt um 16:00 Uhr in den Räumen des Karoshis statt.

Für eine Grundration von Getränken und Kuchen ist gesorgt, das Mitbringen weiterer doch gern gesehen.
10. März | 16:00 | Karoshi

Hier das Selbstverständnis der Kampagne

Montag, 25.02.2013 // 19 Uhr // Vortrag: Irrationalismus

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Vortrag Irrationalität

Für alle Interessierten gibt es ein wunderschönes Esoterik-Quartett – gut für Euer Karma! 😉

Für alle Veranstaltungen im Karoshi gilt diese Ausschlussklausel:
Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstalter_Innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht gebrauch zu machen, sollte es zu Störungen der Veranstaltung kommen. Das subjektive Bedrohungsgefühl kann eventuell dieses Kriterium erfüllen.

Bitte keine Kommentare mehr einstellen, wenn Ihr Euch nur beschweren wollt, dass die Esoterik usw. … dabei schlecht wegkäme. Das ist nicht das Thema der Veranstaltung!

Sonntag 17.02.2013 // 15 Uhr // Vorbereitungstreffen Gedenkstättenfahrt Breitenau

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Gedenkstätte Breitenau

Treffpunkt für die Fahrt ist Sonntag 13 Uhr pünktlich am Karoshi. Unkostenbeitrag 5 € wird am Sonntag eingesammelt.

So. 10.02. | 16 Uhr | Antifa Café + Film

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Es gibt leider eine Planänderung:
Der für das Antifa Café im Februar gedachte Vortrag „20 Jahre faktische Abschaffung des Rechts auf Asyl – 20 Jahre Morde von Solingen – Rassismus tötet“ von dem Bünd­nis Rassismus tötet! aus Göttingen wird diesen Sonntag nicht stattfinden.
Als Alternative zeigen wir einen Film, über dessen Thematik noch entschieden wird.
Trotz allem wird das Café bei angenehmer Stimmung, Kuchen und Getränken stattfin­den.
Anlaufpunkt ist weiterhin das Karoshi, die Zeit bleibt bei 16 Uhr.
Kommt vorbei!

http://raccoons.blogsport.de/2013/01/26/antifa-cafe-im-februar/

Sa., 09.02.2013 // 17 Uhr // Klamottentauschparty

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Wozu braucht mensch eine Klamottentauschparty?

Für die Produktion eines T-Shirts müssen ca. 10.000 Liter Wasser aufgewendet werden. T-Shirts werden meist in Ländern hergestellt, in denen Wasser knapp ist.

Eine Jeans legt 60.000 Kilometer zurück, bevor sie in Deutschland verkauft wird. Sie umrundet damit 1,5 Mal die Erde.

In Deutschland werden jährlich 700.000t Textilien weggeworfen. Diese Menge entspricht einer vollbepackten LKW-Schlange von Hamburg bis nach München. 

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Die Modeindustrie schlägt große Profite aus unserem Wunsch nach gutem Aussehen und Individualität. Die Werbung tut ihr Übriges, damit unser Verlangen danach aufrecht erhalten wird und wir immer wieder neue Wünsche entwickeln. Aus diesem Kreislauf heraus entstehen eine Reihe an ökologischen, ökonomischen und sozialen Notlagen, wie sie oben aufgeführt sind.

Eine Klamottentauschparty kann eine Alternative zu unserem üblichen Einkaufsverhalten darstellen. Anstatt ständig neue Sachen zu kaufen und die Marktmechanismen der Textilindustrie zu unterstützen, können wir stattdessen mit dem Tauschen von Kleidung versuchen dem Wunsch nach Individualität und gutem Aussehen gerecht zu werden.

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Um den Bruch mit dem System Kaufen-Tragen-Wegwerfen zu zelebrieren, veranstaltet die Initiative Konsumkritischer Stadtrundgang Kassel am 09.02.2013 eine Klamottentauschparty, im Karoshi (Gießbergstraße 41/47, Kassel).

Los geht´s ab 17:00 Uhr! Auf zwei Ebenen soll getauscht, gefeiert und getrunken werden.

Damit die Tauschaktion ein Erfolg wird, sollten alle Teilnehmenden tauschbare Kleidung mitbringen. Der Leitsatz ist auch hier: Klasse statt Masse!! Jede/r bringt einfach so viel Kleidung mit, wie es ihm oder ihr möglich ist und darf so viel tauschen, wie er oder sie möchte!

Künstlerische Unterstützung gibt’s von der Siebdruckwerkstatt „Color Labor“, in der ihr eure getauschte oder mitgebrachte Kleidung nach Belieben verschönern könnt.

Infos: www.konsumkritik-kassel.de

Verein: www.diekopiloten.de

Kontakt: konsumkritik.kassel@gmail.com

Wir freuen uns auf euch!!!

Für alle Veranstaltungen im Karoshi gilt diese Ausschlussklausel:
Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstalter_Innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht gebrauch zu machen, sollte es zu Störungen der Veranstaltung kommen. Das subjektive Bedrohungsgefühl kann eventuell dieses Kriterium erfüllen.

SoKü | jeden Dienstag ab 18 Uhr

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Jeden Dienstag: Solidarische Küche (SoKü), die vegane Küche für alle!

Ab 18:00 Uhr gemeinsames Kochen, ab 20:30 Uhr zusammen Essen; frisches Gemüse aus der lokalen Solidarischen Landwirtschaft und aus urbanen Gärten, Essenspenden ebenfalls willkommen!

 

Eine Initiative von www.essbare-stadt.de

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